Querétaro: Auf Entdeckungstour in Zentralmexiko

Santiago de Querétaro, eine charmante Stadt im Herzen Mexikos, ist ein echter Geheimtipp für alle, die Geschichte, Kultur und Kolonialarchitektur lieben. Mit etwa 1,6 Millionen Bewohnern (in der Metropolregion) gehört Santiago de Querétaro zu den größeren Städten Mexikos. Eingebettet im zentralen Hochland, ist die schöne Kolonialstadt nur etwa 240 Kilometer nordwestlich von Mexiko-Stadt entfernt und daher ideal für einen Kurztrip geeignet. Vom beeindruckenden Aquädukt, der die Stadtsilhouette prägt, über bezaubernde Kopfsteinpflasterstraßen, Kirchen und Plätze bis hin zu regionalem Käse und Wein – Querétaro hat für jeden etwas zu bieten. Lasst euch überraschen und plant Querétaro unbedingt bei eurem nächsten Mexiko-Urlaub mit ein.
Anreise nach Santiago de Querétaro
Santiago de Querétaro (oder kurz: Querétaro) lässt sich am besten mit dem Auto oder dem Bus von Mexiko-Stadt aus erreichen. Je nach Verkehr dauert die Fahrt rund 3 Stunden. Die Strecke wird von zahlreichen Busgesellschaften bedient, so dass viele Verbindungen bestehen. Der Busbahnhof liegt wie fast immer außerhalb, so dass man für das letzte Stück ein Taxi, ein Uber oder einen Bus nehmen muss. Zum Thema Transportmittel innerhalb von Mexiko habe ich einen separaten Artikel verfasst.
Erste Eindrücke
Als allererstes sind mir die zahlreichen Kirchen ins Auge gesprungen. An gefühlt jeder Ecke stand eine und sie waren häufig gut gefüllt. Dies führte auch gleich zu einem Missverständnis. Meine mexikanische Freundin, die uns auf unserem Abstecher nach Querétaro begleitet hat, hatte sich an der Kathedrale mit einem Freund verabredet, mit dem wir später zu Abend essen wollten. Nach einigen Mühen, das richtige Gotteshaus zu finden, weil es so viele (große und prachtvolle) gab, konnte sie aber niemanden entdecken. Dann stellte sich heraus, dass er vor der Kathedrale im eine Stunde entfernten San Miguel de Allende auf uns wartete. Der arme Kerl musste sich also wieder auf den Rückweg machen.



In der Zwischenzeit sind wir ohne konkretes Ziel im historischen Zentrum herumgebummelt. Im Gegensatz zu Mexiko-Stadt, wo man in Vierteln wie La Condesa eher Mexikaner suchen muss, war es hier genau umgekehrt: Alles sehr mexikanisch geprägt. Amerikanische oder europäische Touristen habe ich nur vereinzelt gesehen. Gerade meine Tochter mit ihrem Blondschopf und ihren blauen Augen hat da natürlich alle Blicke auf sich gezogen. Das war aber keinesfalls unangenehm, sondern vielmehr ein Türöffner, der im Laufe unserer Reise immer wieder zu vielen netten Gesprächen geführt hat.
Was mich ein wenig irritiert hat, war der Kleidungsstil vor Ort. Dank der Höhenlage von 1820 Metern war es morgens saukalt mit einstelligen Temperaturen, so dass man eine Jacke benötigt hat. Ab dem späten Vormittag dagegen waren es immer um die 30 Grad. Die meisten haben aber trotzdem Jacken getragen. Und zwar nicht etwa dünne Jacken, um sich gegen die intensive Sonneneinstrahlung zu schützen, sondern dicke Herbst- oder Fleecejacken. Kurze Hosen trug sowieso niemand. Wie man das aushält, ist mir noch immer ein Rätsel.
Den besagten Freund haben wir später eingesammelt und den Abend dann im Meson de Santa Rosa an der Plaza de Armas mit einem hervorragenden Essen ausklingen lassen.
Zu unserem Hotel sind wir übrigens zu Fuß statt mit einem Taxi zurückgekehrt, was hier kein Problem darstellt, weil die Stadt als sehr sicher gilt. Das soll übrigens daran liegen, dass die Drogenkartelle die Stadt für ihre Geldwäsche nutzen und daher keine erhöhte Aufmerksamkeit der Polizei durch Überfälle oder andere Delikte schaffen wollen.
Querétaros Handwerkskunst
Querétaro ist bekannt für sein traditionelles Kunsthandwerk. Wenn man nur ein paar Minuten durch die Straßen Querétaros geschlendert ist, fallen einem sofort die handgefertigten Puppen auf, die überall von indigenen Frauen auf der Straße oder in Geschäften als Souvenirs angeboten werden. Es gibt dort ein bekanntes Puppenpaar, bestehend aus dem Mädchen Lelé (bedeutet in der Otomí-Sprache Puppe) und dem Jungen Conín.

Das Puppenmädchen Lelé wird oft als kulturelles Symbol der Region präsentiert. Die Puppen sind bekannt für ihre bunten Trachten, die die Kultur der Otomí und den Stolz auf ihre Identität widerspiegeln. Sie sollen – wie man uns gesagt hat – die Kinder schützen, indem sie die bösen Geister vertreiben.
Conín, auch bekannt als Fernando de Tapia, spielte eine bedeutende Rolle bei der Gründung von Querétaro. Ursprünglich ein Häuptling der Otomí, konvertierte er später zum Christentum und wurde ein Vermittler zwischen den spanischen Kolonialisten und den einheimischen Völkern. Er wird in der lokalen Geschichte und Kultur als weiser und einflussreicher Führer verehrt.
Überwiegend haben wir die Lelé-Puppe gesehen, die uns sogar von den Ampeln der Stadt entgegenleuchtete, und natürlich eine für 40 Pesos als Souvenir mitgenommen.


Auch Hüte kann man hier gut kaufen. Meine Freundin hat einen schicken Strohhut für sagenhafte 130 Pesos erstanden. In Mexiko-Stadt oder San Miguel de Allende ist das Preisniveau höher.
Was kann man in Querétaro machen?
Hop-on Hop-off-Bustour
Vormittags haben wir eine Hop-on Hop-off-Tour gemacht. Dabei gibt es zwei verschiedene Routen, entweder zum Park „Cerro de las Campanas“ oder zum Aquädukt. Da dies die bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt ist, haben wir uns für die Tour zum Aquädukt, die auch am Templo de la Santa Cruz vorbeiführt, entschieden.
Die Touren starten im Zentrum an der Plaza de la Corregidora und kosten 140 Pesos.

Kurz vorher musste ich noch mal zur Toilette, aber keine Chance in den umliegenden Lokalen. Wenn man nichts konsumiert, wird man auch nicht auf die Toilette gelassen. Im nahegelegenen Kaufhaus Tienda del Sol, gegenüber dem Jardín Zenea an der Calle Corregidora, gibt es aber im 3. Stock eine öffentliche Toilette (5 Pesos).
Auf dem Oberdeck hatten wir natürlich die beste Sicht, aber wir fühlten uns wie Spiegeleier in der Pfanne. Es empfiehlt sich also, Hut und Schal dabeizuhaben, um keinen Sonnenbrand zu bekommen. Unser Guide erzählte uns viele spannende Geschichten zum Aquädukt, zum Templo de la Santa Cruz und zu den Legenden der Stadt.

Aquädukt von Querétaro
Der Aquädukt von Querétaro, ein Meisterwerk der Ingenieurskunst, wurde im 18. Jahrhundert errichtet, um die Wasserversorgung der schnell wachsenden Stadt zu sichern. Denn Querétaro litt unter Wasserknappheit und schlechter Wasserqualität. Es gab noch keine Abwassersysteme, so dass Abfälle aus Handwerksbetrieben ungefiltert in die Gewässer gelangten, die den Menschen als Trinkwasser dienten. Auch die Vorstellung von Sauberkeit und Hygiene war noch sehr unterentwickelt, so dass alles Mögliche im Fluss entsorgt wurde. Dies führte zu vielen Todesfällen und schweren Erkrankungen aufgrund von Cholera, Typhus oder Hepatitis A, was man fälschlicherweise dem Hexentum zuschrieb. Auch heute noch heißt ein Viertel am Fluß in Anspielung darauf „Las Brujas“ (Hexen).
Der Aquädukt transportierte frisches Wasser aus den umliegenden Bergen in die Stadt. Er besteht aus 74 Bögen, davon einige knapp 30 Meter hoch, die das hügelige Gelände überwanden und so einen kontinuierlichen Wasserfluss ermöglichten. Am Ende des 1,3 km langen Bauwerks befanden sich Reservoirs und Brunnen zur Wasserverteilung. Dieses System war entscheidend für die wirtschaftliche Entwicklung und die Gesundheit der Stadtbewohner und bleibt bis heute ein beeindruckendes Monument.

Templo y exconvento de la Santa Cruz
Die Kirche und das Kloster La Cruz wurden 1654 von Franziskanern gegründet und gehören damit zu den ältesten kirchlichen Bauwerken Mexikos. Sie stehen auf dem Hügel von Sangremal, wo 1531 eine legendäre Schlacht stattfand. Auf deren Höhepunkt soll sich einer Legende zufolge genau an der Stelle, wo sich Kirche und Kloster befinden, der Himmel verdunkelt haben und der Apostel Jakob sowie ein leuchtendes Kreuz erschienen sein, woraufhin die Spanier die lokalen Truppen besiegten. Der barocke Komplex, bekannt für seinen Wunderbaum mit kreuzförmigen Dornen, diente im 19. Jahrhundert als Gefängnis für Kaiser Maximilian I. Heute ist er ein Kulturzentrum und ein Pilgerort, den man im Rahmen von Führungen besichtigen kann.


Auch abends lohnt ein Abstecher hierhin, wenn die Kirche sehr atmosphärisch in die Abendsonne getaucht ist.

Dann wird der Platz von vielen mobilen Essensverkäufern gesäumt und man kann zum Beispiel eine der leckeren Gorditas probieren. Schräg gegenüber von der Kirche gibt es in der Calle Independencia ein Süßwarengeschäft mit toller Schokolade.

Mittagspause im Biergarten Hércules
Unser Guide von der Busrundtour gab uns noch den Tipp, den Hércules-Biergarten aufzusuchen, der sich in einem ehemaligen Industriegelände etwas außerhalb des Zentrums befindet. Neugierig geworden, haben wir uns nach der Tour ein Uber (hin 127 Pesos, zurück 100 Pesos) bestellt, um dort die Mittagspause zu verbringen. Und er hat wirklich nicht zu viel versprochen.
Das ganze Gelände strahlt noch die rustikale Atmosphäre der früheren industriellen Nutzung aus. 1846 wurde hier eine Textilfabrik gegründet (Fábrica Textil Hércules), die rund 150 Jahre in Betrieb war. Seit 2014 wird das Areal als Brauerei und Biergarten genutzt.



Beim Bier hat man die Qual der Wahl, denn die Cervecería Hercules bietet knapp 30 verschiedene Sorten an, darunter beispielsweise Pale Ales, IPAs, Stouts oder Lagerbiere. Auch das Essen war sehr lecker und so zog sich unsere Mittagspause bis in den frühen Nachmittag. Ein toller Tipp unseres Guides, den ich nur weitergeben kann.
Bummel durchs Centro histórico mit vielen schönen Plätzen
Querétaro ist bekannt für seine vielen schönen Plätze, Kirchen und Häuser aus der Kolonialzeit. Nicht umsonst wurde das Centro histórico 1996 von der Unesco als Weltkulturerbe anerkannt. Die meisten Plätze sind gesäumt von perfekt gestutzten Bäumen.



Ab nachmittags und besonders abends und am Wochenende füllt es sich. Schuhputzer und Verkäufer mit Getränke-, Imbiss- und Luftballonsständen reihen sich nebeneinander auf, Kinder toben herum, die Leute genießen ihren Feierabend in dieser quirligen Atmosphäre. Nett sitzen und das Treiben beobachten bei einem Kaltgetränk kann man wunderbar auf der Plaza de la Corregidora oder der prächtigen Plaza de Armas.

Im Jardín Guerrero haben wir vermutlich eine Art Hexentanz gesehen. Rund zehn lebensgroß verkleidete Figuren tanzten auf Trommelklängen über den Platz. Mein kleiner Schatz hat sich mächtig erschrocken, als eine der Figuren sich stramm in unsere Richtung bewegt hat, und hat das Ganze lieber mit einigem Sicherheitsabstand weiter beobachtet.

Am besten lässt man sich einfach durch die schönen Gassen und Straßen treiben. Das Zentrum ist nicht so groß, so dass man fußläufig alles gut erreichen kann.



Park Cerro de las Campanas
Etwas abgelegener liegt der Park Cerro de las Campanas (Hügel der Glocken), den auch eine der Busrundfahrten ansteuert. Dort ist Kaiser Maximilian I. am 19. Juni 1867 hingerichtet worden. Zu dessen Gedenken wurde von Kaiser Franz Joseph nach Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen eine Kapelle gestiftet. Wohl um die Proportionen ins rechte Verhältnis zu setzen, wurde auf dem Plateau des Parks eine 13 Meter hohe Statue von Benito Juárez, errichtet.
Ein kleines Museum informiert über die bewegte Geschichte Querétaros. Neben dem Sieg über Kaiser Maximilian I. durch Benito Juarez’ Truppen wurde hier 1848 der Friedensvertrag unterzeichnet, der den Krieg zwischen den USA und Mexiko beendete (und infolgedessen Mexiko die Hälfte seines Territoriums abgeben musste). Auch die geltende Verfassung wurde 1917 hier erstellt.
Der Park an sich ist ganz nett anzuschauen, aber relativ unspektakulär. Wenn man Zeit übrig hat, kann man einen Abstecher einplanen. Andernfalls verpasst man hier nichts. Beliebt scheint er jedenfalls bei jungen Mädchen zu sein, die sich anlässlich ihrer Quinceañeras (15. Geburtstag und Übergang vom Mädchen zur Frau, ein großes Ereignis in Mexiko und einigen weiteren lateinamerikanischen Ländern) hier zahlreich in festlichen Kleidern ablichten ließen.

Wer noch weitere Informationen zur Geschichte Querétaros haben möchte, kann sich auch das Regionalmuseum schräg gegenüber vom Jardín Zenea in der Calle Corregidora anschauen. Auch das Gebäude, in dem sich Museum befindet, ist sehr sehenswert.
Ausflüge in die Umgebung von Querétaro
Tagesausflug nach San Miguel de Allende
San Miguel de Allende liegt nur etwa eine Autostunde (anderthalb mit dem Bus) nordwestlich von Querétaro und lohnt sich für einen Besuch wegen seiner beeindruckenden kolonialen Architektur und seiner lebendigen Kunstszene. Der malerische hügelige Ort hat Weltkulturerbe-Status und ist bekannt für seine prächtige Kathedrale „Parroquía de San Miguel Arcángel“.



Es gibt zahlreiche Galerien, Ateliers und einen großen Kunsthandwerksmarkt, wo es viel zu entdecken gibt. Ihr solltet unbedingt in offene Hauseingänge reingehen, denn oftmals findet man dort wunderschöne Passagen und Innenhöfe. Auch das kulinarische Angebot ist hervorragend. Das Preisniveau ist allerdings etwas höher. Das liegt vor allem daran, dass der Ort sehr beliebt bei Amerikanern ist, die hier leben oder ihren Urlaub verbringen.
Wer Churros mag, dem kann ich das Café San Agustín (Straße: San Francisco 21) ans Herz legen. Ich hatte normale Churros und welche mit Nutella, und sie haben soooo gut geschmeckt.

Besuch eines Weinguts oder einer Käserei
Die Gegend rund um Querétaro ist berühmt für seinen Käse und Wein, so dass entsprechend viele Touren zu Weingütern und Käsereien mit Degustation angeboten werden. Je nach Programm kann man Halb- oder Ganztagestouren buchen. Wenn ihr “Ruta del queso y vino” googelt, findet ihr eine Menge Angebote und könnt euch einen Überblick verschaffen.
Wer keine geführte Tour machen will, kann sich auch allein auf den Weg machen. Das ist natürlich am einfachsten mit einem Mietwagen, da sich die Weingüter und Käsereien außerhalb Querétaros befinden, darunter auch das bekannte Weingut von Freixenet (etwa 65 km von Querétaro entfernt). Dies kann man auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. Dazu nehmt ihr einen Bus von der zentralen Busstation nach Tequisquiapan oder nach Ezequiel Montes und fahrt von dort mit dem Colectivo, per Uber oder mit dem Taxi weiter bis zum Weingut Freixenet. Auch soll es möglich sein, den Bus nach Cadereyta de Montes zu nehmen und den Fahrer zu bitten, bei Freixenet zu halten.
Wer keine Lust oder Zeit für einen längeren Ausflug in die Umgebung hat, kann auch einfach in Querétaro ins La Mexicana Olé (Calle Hidalgo 5, dienstags geschlossen) gehen. Dort gibt es eine Käseplatte mit verschiedenen Käsesorten zum Probieren und regionalen Wein dazu.
Pueblos mágicos in der Umgebung Querétaros besuchen
In der Nähe Querétaros befinden sich gleich drei Pueblos Mágicos: Tequisquiapan, Cadereyta de Montes und Bernal. Alle drei sind nicht sehr groß und liegen nah beieinander. Daher können sie gut im Rahmen eines Tagesausflugs besucht werden (mehr Zeit geht natürlich immer).
Das Highlight von Bernal ist der Monolith. Dort gibt es einen Wanderweg hinauf, von dem aus man eine tolle Aussicht über die Region hat. Teilweise muss man sich an Seilen festhalten, daher ist der Ausflug nicht für Kleinkinder oder Buggys geeignet. Wer ganz auf den Gipfel rauf möchte, benötigt ein Permit und entsprechende Ausrüstung.
In Cadereyta de Montes kann man eine Hacienda aus dem Jahr 1640 oder den sehenswerten Botanischen Garten besuchen.
In Tequisquiapan ist Hauptanziehungspunkt der Zocalo, die Plaza Miguel Hidalgo. Der große Platz ist umgeben von Kolonialhäusern mit vielen Cafés und Restaurants. Der Ort ist aber auch bekannt für sein Kunsthandwerk. An der Plaza Miguel Hidalgo und und in den umliegenden Straßen mit charmanten farbenfrohen Häusern findet man viele Geschäfte, Stände und spezielle Märkte (mercado de artesanía googeln), die handgefertigte Waren von lokalen Künstlern anbieten.
Wer mit dem Bus herkommen möchte, sucht sich am besten einen Ausgangspunkt, der von Querétaro aus gut zu erreichen ist (nach Cadereyta de Montes und Tequisquiapan gibt es Direktbusverbindungen), fährt mit dem Taxi (oder gegebenenfalls einem Colectivo) von Ort zu Ort und vom letzten Pueblo mágico zurück nach Querétaro.
Restaurant-Tipps
Es gibt in Querétaro keine Gerichte, die absolut typisch für die Region wären. Dafür verfügt die Stadt aber über ein hervorragendes Angebot an Restaurants und Cafés, so dass man es sich in kulinarischer Hinsicht richtig gut gehen lassen kann.
Allgemein schön sitzen und das Treiben beobachten kann man an der Plaza de la Corregidora und der Plaza de las Armas, wo es zahlreiche Lokale mit Außenterrassen gibt.
Hier eine kleine Auswahl (außer dem Biergarten Hércules befinden sich alle Cafés und Restaurants im Zentrum):
Hotel Meson de Santa Rosa
In dem zum Hotel gehörenden Restaurant haben wir an unserem ersten Tag zu Abend gegessen. Wunderschöne Atmosphäre, aufmerksamer Service, tolles Essen und tolle Lage am Plaza de Armas. Das Mesón de Santa Rosa hat schon eine lange Geschichte hinter sich. Es war das erste Gasthaus der Stadt im 17. Jahrhundert und viele Kaufleute und Reisende übernachteten hier auf ihrem Weg zu den Silberminen weiter nördlich. Auf jeden Fall ausprobieren.

Hotel Meson de Santa Rosa
Avenida Luis Pasteur Sur 17, 76000 Santiago de Querétaro
La Mariposa
Dieses Lokal wurde uns wärmstens empfohlen. Am ersten Tag war die Schlange nachmittags so lang, dass wir kapituliert haben. Am folgenden Tag sind wir extra etwas früher zum Mittagessen hin. Eine schlichte Atmosphäre mit einfacher guter Küche, sehr liebenswürdiges Personal und meine Enchiladas waren köstlich.



La Mariposa
Angela Peralta 7, 76000 Santiago de Querétaro
Café Tu yo
Einen guten Kaffee zu bekommen, ist leider nicht so selbstverständlich. Oft genug gibt es nur eine schwache Filterbrühe. Umso mehr waren wir von dem kleinen Café Tu yo begeistert, in dem wir den mit Abstand besten Kaffee unseres Aufenthaltes in Querétaro hatten. Dazu kann man sich auch leckeres Gebäck aussuchen. Sehr empfehlenswert ist das Pan de Guyaba. Hier wird alles mit viel Liebe zum Detail zubereitet, was man auch schmeckt.


Café Tu yo
Calle Francisco I. Madero 97B, 76000 Santiago de Querétaro
La Casa de la Marquesa
Das Restaurant La Casa de la Marquesa, zu dem auch ein Hotel gehört, befindet sich in einem prächtigen, historischen Gebäude aus dem 18. Jahrhundert. In dem kolonialen Herrenhaus fühlt man sich um Jahre zurückversetzt. Am späten Vormittag waren wir fast allein da und konnten ungestört die Atmosphäre auf uns wirken lassen. Das Innendekor mit den blumigen Tischdecken ist zwar nahe am Kitsch, der riesige Patio mit den schönen Wandkacheln aber einfach wunderschön.


La Casa de la Marquesa
Calle Francisco I. Madero 41, 76000 Santiago de Querétaro
Biergarten Hércules
Das ist der einzige der Tipps, der außerhalb des Zentrums liegt. Aber wie schon weiter oben ausführlich beschrieben, lohnt sich die etwa 15-minütige Fahrt zum Biergarten auf einem ehemaligen Industriegelände auf alle Fälle.


Cervecería Hercules
Avenida Hércules Ote. 1, 76069 Santiago de Querétaro
Querétaro Rico
Das ungezwungene Lokal liegt etwas versteckt von der Straße in einem begrünten Innenhof. Hier gibt es schöne schattige Plätze mit netten Bedienungen, so dass man angenehm abschalten kann.


Querétaro Rico
Calle Vicente Guerrero Sur 24 sur-local b, 76000 Santiago de Querétaro
Café La Fonda
Ein Tipp für ein günstiges Frühstückscafé. Dort sind wir eigentlich nur per Zufall reingestolpert, weil wir noch nicht gefrühstückt und wegen Kaffeeentzugs keine Lust mehr zum weiteren Suchen hatten. Es liegt von außen eher unscheinbar in einem Patio mit kleinem Fischbecken, was meine Tochter sehr begeistert hat. Das Frühstück war einfach, lecker und sehr günstig. Orangensaft, Kaffee, Rühreier mit Schinken und Brötchen für 75 Pesos.
Café La Fonda
Calle José Maria Pino Suarez 53, 76000 Santiago de Querétaro
Fazit unseres Besuchs in Querétaro
Weil Querétaro nicht allzu weit weg von Mexiko-Stadt liegt, machen viele nur einen Tagesausflug in die schöne Kolonialstadt. Es lohnt sich aber auf jeden Fall, zwei bis drei Tage einzuplanen, je nachdem, wie intensiv man die Stadt erkunden möchte. Für einen Tagesausflug in die Umgebung sollte man noch einen Tag extra kalkulieren.
Man kann hier klasse bummeln und muss sich dabei nicht allzu große Sorgen um seine Sicherheit machen. Was mich wirklich fasziniert hat, waren die kunstvoll geschnittenen Bäume im ganzen Stadtbild. Ein paar Mal drängte sich ein Vergleich zum Zustand der Berliner Grünanlagen auf…
Lediglich die Essensversorgung nervte etwas, weil man nicht mal eben schnell in einen Supermarkt gehen konnte, um beispielsweise Obst oder kleine Snacks zu kaufen. Es gibt im Zentrum nur kleine Shops mit gefühlt 1000 Variationen von Chips und Getränken, sonst nichts. Frisches bekommt man am besten auf den Märkten. Wenn man etwas anderes braucht, muss man sich ein Taxi oder Uber schnappen und zu einem größeren Supermarkt fahren. Das tolle Gastronomieangebot lässt einen aber nicht viel vermissen.
Wir waren sehr begeistert von der charmanten Stadt und würden jederzeit wiederkommen.