Playa del Carmen: Ehrliche Erfahrungen und viele Tipps

Playa del Carmen und Cancún sind die beiden Touristenmagnete der mexikanischen Karibik. Wer nach Yucatán reist, wird wahrscheinlich in einer der beiden Städte landen. Dabei gilt Playa del Carmen als die kleine Schwester von Cancún: Alles etwas übersichtlicher und weniger laut. Stimmt das wirklich? Nach drei Besuchen bin ich mittlerweile nicht mehr ganz so begeistert wie zu Beginn. Was sich in Playa del Carmen im Laufe der Jahre verändert hat und ob sich dort ein Aufenthalt lohnt, erfahrt ihr in meinem ungeschönten Erfahrungsbericht.
Anreise nach Playa del Carmen
Playa del Carmen liegt etwa 55 km südlich vom Flughafen Cancún und kann von dort bequem mit dem Mietwagen (dauert etwa eine Stunde) oder ADO-Bussen (anderthalb Stunden) erreicht werden. Tickets für den ADO-Bus kann man direkt außerhalb des Flughafengebäudes kaufen, wo die Busse starten. In Playa del Carmen befindet sich der Busterminal praktischerweise direkt im Zentrum. Wir sind beim letzten Mal von Tulum aus gekommen. Weil die ADO-App bei mir trotz VPN nicht funktioniert hat, habe ich das Ticket direkt vor der Abreise gekauft.
Tipp: Vor Ort kann man Tickets nur am selben Tag erwerben. Wenn man einen bestimmten Bus erwischen muss und kein Online-Ticket hat, sollte man rechtzeitig vor Abfahrt da sein, da die Schlangen recht lang sein können und der nächste Bus unter Umständen schon ausgebucht ist.
Playa del Carmen früher und heute
Playa del Carmen hat eine rasante Entwicklung hingelegt. Vor etwa 30 Jahren noch ein überschaubarer kleiner Ort, ist es heute ein Mekka des Tourismus auf der Yucatán-Halbinsel. Der Ort ist gerade bei Deutschen sehr beliebt und hat auch eine große deutsche Expat-Community.
Es ist die Stadt mit dem größten Bevölkerungswachstum in ganz Mexiko: 1970 lebten dort nur rund 2000 Menschen, darunter viele Fischer. 2005 waren es schon sagenhafte 100.000 Personen und 2020 hat sich die Zahl der Einwohner noch einmal verdreifacht.
Diesen unglaublichen Wandel konnte ich durch meine Besuche mit eigenen Augen verfolgen:
Playa del Carmen 2007
Bei meinem ersten Mexiko-Urlaub in 2007 verbrachte ich eine Woche in Playa del Carmen und war begeistert: Ich hatte einen Bungalow in einer Seitenstraße der Quinta Avenida reserviert, vielleicht zehn Meter vom Strand entfernt. Morgens habe ich in dem grünen Garten der kleinen Anlage gefrühstückt, anschließend meine Schwimmsachen geschnappt, ein paar Runden im Meer gedreht und mit dem Tauchlehrer der anliegenden Tauchschule ein bisschen geplauscht. Danach bin ich auf Erkundungstour gegangen.
Auch damals war die Quinta Avenida der Anziehungspunkt der Stadt, wo sich alles abspielte. Die lange Straße war gesäumt von süßen kleinen Shops, die zum Bummeln einluden. Man konnte langgezogene Spaziergänge an den wunderschönen Stränden machen und Fischer bei der Arbeit beobachten. Seegras gab es damals noch nicht, der Sand war einfach herrlich weiß und warm. Fasziniert haben mich die Mengen von Pelikanen, die am Strand herumliefen. Zwischendurch gab es ein Kaltgetränk in einer der Bars. Nach drei bis vier Blöcken oberhalb der Quinta Avenida wurde die Bebauung schon deutlich lichter. Ich erinnere mich an einen Platz, an dem morgens immer Tagelöhner standen und auf einen Arbeitsauftrag warteten. Dort in der Nähe war ein super leckeres Hähnchenrestaurant, in dem ich mehrmals gegessen habe.
Playa del Carmen 2019
Mit diesen Erinnerungen war ich 2019 das zweite Mal da und regelrecht geschockt: Nichts, aber wirklich nichts erinnerte mehr an diesen charmanten Ort von früher. Und das alles innerhalb von nur zwölf Jahren.
Die Orte, an die mich erinnerte, waren verschwunden. Statt schöner kleiner individueller Shops gab es nur noch große Ketten, überall das gleiche Angebot: Die gleichen Tassen, die gleichen Armbänder, die gleiche Kleidung, alles austauschbar. Auch die kleinen Bars waren weniger geworden. Stattdessen vieles auf Massenbetrieb abgerichtet. Die musikalische Beschallung dröhnte unnachgiebig von allen Seiten. Ich habe nichts gegen laute Musik, aber so laut, dass man sich nicht mehr unterhalten kann und schreien muss? Der besondere Charme des Ortes war irgendwie weg. Immerhin waren die Strände noch top und frei von Algen. Aber auch hier sah es deutlich zugebauter aus, die Dichte an Strandbars hatte merklich zugenommen.
Playa del Carmen 2023
Und beim letzten Mal in 2023? Mein Schock aus 2019 war so tiefgreifend, dass ich kurz davor war, Playa del Carmen komplett zu überspringen. Es war aber die erste Fernreise mit meiner Tochter, die Distanzen zwischen den Orten sollten nicht allzu groß sein, mein Mann kannte den Ort noch nicht und so bot es sich einfach als Zwischenstopp zwischen Tulum und Isla Mujeres an. Ich dachte, dass ich drei Nächte wohl überstehen würde und notfalls den Aufenthalt mit einem Tagesausflug auf die vorgelagerte Insel Cozumel abkürzen könnte.
Tatsächlich hatten wir bei minimaler Erwartungshaltung dort eine gute Zeit. Wir haben ein nettes Hotel erwischt, in dem wir uns wohlfühlten. Dank der etwas abseitigen Lage in der 20. Avenida war es relativ ruhig, so dass wir gut schlafen konnten. Gleich um die Ecke des Hotels sind wir jeden Morgen in dem farbenfrohen Wow Café mit einem richtig gut schmeckenden Kaffee aus Oaxaca in den Tag gestartet. Unsere Tochter war völlig begeistert von der netten Bedienung und wurde jeden Morgen aufs Beste entertaint. Am letzten Tag gab es entsprechend großen Trennungsschmerz.



Strandzeit hatte ich nach den Seegrasbergen in Puerto Morelos und Tulum geistig schon abgehakt, aber wir hatten richtig Glück: Genau an unserem Ankunftstag wurde der Strand gereinigt und das Zeug lasterweise weggekarrt. So holten wir kurzerhand unseren ausgefallenen Strandtag nach.


Leider, leider sind die Strände gegenüber 2019 allerdings noch einmal zugeklatschter. Mittlerweile gibt es wirklich keinen freien Flecken mehr. Überall sogenannte Beachclubs mit Liegen und Matratzen. Wenn ich da an meine Zeit hier in 2007 zurückdenke, freier Strand mit vielen Pelikanen, ab und zu eine Bar, werde ich wehmütig.
Am Abend habe ich immerhin die zweitbesten Tacos des Urlaubs erwischt (die besten gab es in Cancún). Weil wir schon müde waren und keine Lust mehr hatten, ein Restaurant zu suchen, haben wir auf gut Glück Tacos am Straßenrand gefuttert. Und was soll ich sagen: Die waren wirklich super und um Längen besser als die, die wir in der Markthalle gegessen haben. Die Taquería El Jarocho befindet sich in der Calle 2 Norte zwischen Avenida 15 Norte und Avenida 20 Norte und ist auf jeden Fall einen Stopp wert.


Die Lage des Hotels war auch insofern vorteilhaft, weil es von da nicht weit zum Walmart war und wir uns mit Babybedarf eindecken konnten. Auf dem Weg dorthin haben wir die deutsche Bäckerei “Das Brot” entdeckt (Adresse: Calle 8 Norte zwischen Avenida 20 Norte und Avenida 25 Norte). Bei den vielen Deutschen, die hier leben, eigentlich nicht weiter verwunderlich. Hier probierten wir hervorragende Muffins und Bagels. Die Auswahl ist groß, so dass für jeden Geschmack was dabei ist.

Die Quinta sind wir einmal hoch und runter gelaufen, aber das war’s dann auch. Der Charme ist hier einfach weg. Etwas trinken oder essen wollten wir hier auch nicht, weil es viel zu laut war. Überrascht waren wir von der Anabolika-Werbung bei den Apotheken. Überall hingen Plakate mit riesigen Muckis drauf. Nachfrage scheint wohl gegeben…


Playa del Carmen vs Cancún vs Tulum
Wer nicht auf Partyhochburgen und Massentourismus steht, wird sich wahrscheinlich weder in Playa del Carmen noch in Cancún wohlfühlen und dort eine längere Zeit seines Urlaubs verbringen wollen. Laut ist es definitiv in beiden Städten, Cancún ist jedoch der Inbegriff des Pauschal- und Partytourismus. Nicht umsonst wird Cancún jedes Jahr Ende März/Anfang April von Spring Breakern gestürmt. Hier ist das Angebot an Unterhaltung mit Abstand am größten. An das amerikanische Publikum angepasst ist auch das Preisniveau: In der Hotelzone kostet ein Zimmer in der Regel zwischen 200 und 300 Euro pro Nacht und auch bei den Restaurants muss man tiefer in die Tasche greifen.
Da Cancún am Reißbrett als karibischer Gegenpol zu Acapulco entworfen wurde und es keine gewachsenen Strukturen gibt, versprüht die Stadt eine eher künstliche und sterile Atmosphäre. Zum Ankommen nach einem langen Flug kann man hier locker zwei, drei Tage bleiben. Länger würde ich allerdings nicht empfehlen.
In Tulum findet man keine Bettenburgen, sondern eher kleine Boutique-Hotels. Alles sehr instagrammable. Klingt zunächst nach einer tollen Alternative, hat mir aber von den drei Städten am allerwenigsten gefallen. Überall Hippies, Hipster und leider auch Abzocke. Für kurze Fahrten im Stadtgebiet verlangten Taxis 200 Pesos/10,39 Euro, eine Kugel Eis auf der Hauptstraße sollte umgerechnet um die 5 Euro!! kosten, der Orangensaft beim Frühstück war teurer als üblich, kam aber aus der Tüte, Milch zum Kaffee kostete extra usw. So ausgeprägt habe ich das nur in Tulum erlebt.
In Tulum-Stadt zu wohnen ist zwar günstiger, dafür ist der Ort aber hässlich und gesichtlos. Um zur schönen Hotelzone zu gelangen, muss man erst 5 bis 6 km zum Strand fahren. Das kann schon mal dauern, weil der Weg notorisch verstopft ist. Für ein Hotel in Strandnähe muss man recht viel Geld ausgeben, kann dafür aber den Strandabschnitt des Hotels mit Liegen und Bar benutzen. Andernfalls sollte man einen Beachclub in Erwägung ziehen, muss dabei aber bedenken, dass dort in aller Regel ein hoher Mindestverzehr verlangt wird.
Diese ganze Planerei nervt mich, da ich mich gerne treiben lasse und spontan entscheide, wo ich meine Zeit verbringen möchte. In Playa del Carmen gibt es keine Trennung von Stadt und Hotelzone am Strand. Fast jede Seitenstraße führt zum Strand und man geht einfach dorthin, wo es einem gefällt. In dieser Hinsicht mein ganz klarer Favorit.
Auch vom Publikum finde ich die Mischung in Playa del Carmen am ansprechendsten. Während in Tulum Hippies und Hipster das Bild prägen und man in Cancún am meisten auf amerikanische (Pauschal-) Touristen stößt, ist Playa del Carmen etwas gemischter. Die Stadt wird eher von europäischen und südamerikanischen Touristen bevorzugt und man trifft auch auf viele Mexikaner, die ihren Strandurlaub dort verbringen. Preislich sind Unterkünfte für alle Budgets vorhanden.
Ausflugsziele in der Umgebung von Playa del Carmen
Tagesausflug auf die Isla Cozumel
Cozumel ist Mexikos drittgrößte Insel, die vor allem für ihre fantastischen Tauch- und Schnorchelplätze bekannt ist. Die Insel liegt am nördlichen Rand des Belize Barrier Riff, welches sich über eine Länge von über 1000 km von Mexiko bis nach Honduras erstreckt. Nach dem australischen Great Barrier Riff ist es damit das zweitgrößte Riffsystem der Welt. Dank des warmen glasklaren Wassers hat man eine tolle Sicht und kann die riesige Artenvielfalt und bunte Korallen bestaunen. Hervorragende Tauchspots sind das Palancar Riff und das Santa Rosa Wall.

Weitere Highlights der Insel sind:
- Atemberaubende, nicht überlaufene Strände zum Entspannen und Schwimmen
- Charmante Stadt San Miguel mit ihren gemütlichen Cafés und Geschäften
- Maya-Ruinen von San Gervasio
Voll werden kann es jedoch, wenn gerade ein Kreuzfahrtschiff anlegt und die Tagesausflügler von Bord gehen. Entsprechend touristisch geht es in den ersten paar Blocks rund um den Hafen zu. Es lohnt sich, ein Moped zu mieten und damit die Insel auf der Küstenstraße zu umrunden. Auf der anderen Seite der Insel findet man noch unberührte Strände vor und kann in Ruhe die Atmosphäre genießen. Am Südzipfel der Insel bietet sich die entspannte „Freedom in Paradise Reggae and Beach Bar“ für einen Stopp an.

Tipps für einen Tagesausflug:
- Anreise: Fähren von Playa del Carmen nach Cozumel verkehren halbstündlich bis spät am Abend und die Überfahrt dauert etwa 45 Minuten. Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte an Reisetabletten denken. Tickets für die Fähre kann man online oder direkt am Fährhafen von Playa del Carmen kaufen.
- Tauchausrüstung: Es gibt viele Tauchschulen und -shops auf der Insel, die Ausrüstung vermieten und Tauchgänge organisieren. In der Hochsaison lohnt es sich, Touren im Voraus zu buchen.
- Sonnenschutz: Zum Schutz der Riffe dürfen nur biologisch abbaubare Sonnencremes verwendet werden.
Mit Meereschildkröten schwimmen in Akumal
Akumal liegt etwa 30 Minuten südlich von Playa del Carmen und ist bekannt für seine wunderschönen Strände und die einmalige Gelegenheit, mit Meeresschildkröten zu schwimmen. In der Bucht von Akumal tummeln sich grüne Meeresschildkröten, die sich von Seegras ernähren. Das kristallklare Wasser und die ruhigen Bedingungen machen das Schwimmen und Schnorcheln hier besonders angenehm.

Die Popularität des Ortes führte allerdings dazu, dass zum Schutz der Schildkröten einige Regeln aufgestellt wurden, die ihr bei Planung eures Ausflugs beachten müsst:
- Strand geschlossen: September und Februar
- Strandeintritt: Wer nicht in einem der Hotels am Strand einquartiert ist, muss eine Eintrittsgebühr von 120 Pesos/6,24 Euro (Stand 2024) bezahlen. Das beinhaltet auch die Nutzung von Toiletten, Duschen und Schließfächern, wo ihr eure Sachen verstauen könnt.
- Zeitraum für Touren: Täglich 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr außer montags
- max. Anzahl von Schnorchlern pro Tag: 300
Die Bereiche etwas weiter draußen, wo Seegras wächst und die Schildkröten am ehesten anzutreffen sind, sind mit Bojen abgesperrt. Dorthin gelangt man nur mit einer geführten Tour. Wer also sichergehen will, Schildkröten zu sehen, sollte an einer solchen Tour teilnehmen. Ohne Tour darf man nur an den Strand und ins Meer bis zu 20 Meter von der Küstenlinie entfernt. Dieser Bereich ist auf Karten vor Ort grün markiert und man bekommt auch ein grünes Armband. Die weitergehenden Bereiche, die nur mit Guides zugänglich sind, sind rot markiert.
Es gibt zahlreiche Touranbieter mit unterschiedlichen Preisen, so dass man genau prüfen sollte, was man bucht. Empfohlen werden häufig Touren von den beiden Tauchschulen direkt am Strand.
Wichtig: Am besten startet ihr eure Schnorcheltour direkt um 9.00 Uhr, wenn am wenigsten los ist. Die Chancen sind viel größer, viele Schildkröten zu sehen, weil diese morgens noch mit Seegras fressen beschäftigt sind. Schon ab 10:00/10:30Uhr und vor allem mittags wird es richtig voll. Dann wird es deutlich schwieriger, einen Parkplatz zu finden, Schnorchelausrüstung zu leihen oder ein freies Schließfach zu bekommen. Auch seid ihr früh morgens ungestörter mit den Schildkröten und habt eine bessere Sicht, weil das Wasser noch klarer ist.
Tipps für einen Ausflug nach Akumal:
- Anreise mit dem Mietwagen: Akumal ist am einfachsten mit dem Mietwagen erreichbar. Am besten steuert ihr einen der öffentlichen bewachten Parkplätze in Strandnähe an. Am Strand gibt es einen großen Parkplatz für 20 Pesos/1,04 Euro pro Stunde. Fahrt ihr weiter, gelangt ihr zu einem Parkplatz, wo ihr den ganzen Tag für 50 Pesos/2,60 Euro parken könnt. Der Parkplatz kurz dem Oxxo kostet 100 Pesos/5,20 Euro pro Tag. Aber Vorsicht: Vor den Parkplätzen kommt es immer wieder vor, dass „Guides“ versuchen, euch zu stoppen und auf teurere Parkplätze umzulenken. Davon nicht beirren lassen!
- Anreise mit dem Colectivo: Ohne Auto fahrt ihr am besten mit dem Colectivo hin. In Playa del Carmen starten die Colectivos neben dem großen Chedraui und McDonalds, Calle 1 Sur und Avenida 45 Norte. Haltet Ausschau nach einem Wagen, der eine Fahrt nach Tulum anzeigt und bittet den Fahrer, euch in Akumal herauszulassen (40 Pesos/2,08 Euro). Dort überquert ihr die Straße über die Fußgängerbrücke und lauft etwa 10 Minuten bis zum Strand. Zurück geht ihr wieder zur Hauptstraße und winkt euch ein Colectivo in Richtung Playa del Carmen heran.
- Schnorchelausrüstung: Wer keine eigene Ausrüstung dabei hat, kann sich vor Ort eine leihen.
- Bargeld: Für Strandgebühr, Colectivos oder Parkgebühren ausreichend Bargeld mitnehmen.
Besuch des Erlebnisparks Xcaret
Xcaret ist ein Öko-Archäologie-Themenpark, der eine beeindruckende Mischung aus Naturschönheiten und kulturellen Erlebnissen bietet. Besucher können hier durch tropische Dschungel wandern, unterirdische Flüsse erkunden, sich an wunderschönen Stränden entspannen und an kulturellen Veranstaltungen teilnehmen. Der Park bietet über 50 Attraktionen, darunter:
- Schnorcheln in kristallklaren Flüssen
- Besuch eines mexikanischen Friedhofs
- Traditionelle Tanz- und Musikvorführungen
- Interaktionen mit exotischen Tieren
Tipps für einen Ausflug nach Xcaret:
- Anreise: Mit einem Mietwagen ist es am einfachsten, da man dort frei parken kann. Alternativ kommt man auch mit einem ADO-Bus hin (starten vom Busterminal in der Quinta Avenida zwischen 9:00 und 12:00 Uhr für 110 Pesos/5,72 Euro, zurück um 21:35 Uhr), Colectivos oder einem Taxi (ca. 15 bis 20 Euro). Es gibt auch viele Hotels in Playa del Carmen, die einen Shuttle-Service nach Xcaret anbieten.
- Eintrittspreise: Die Preise variieren je nach Paket und starten bei 117,11 Euro (bei Buchung von mindestens 14 Tagen im Voraus). Kinder bis 5 sind frei, zwischen 5 und 11 gibt es eine Ermäßigung von 25 %.
- Öffnungszeiten: Xcaret ist das ganze Jahr über geöffnet, in der Regel von 8:30 Uhr bis 22:00 Uhr.
- Sonnencreme: Es sind nur biologisch abbaubare Sonnencremes erlaubt.
Empfehlungen für einen schönen Aufenthalt in Playa del Carmen
▸ Lage des Hotels
Wer es zumindest zum Schlafen etwas ruhiger mag, sollte auf ausreichenden Abstand zur Quinta Avenida achten. Mindestens zwei Blocks entfernt ist es schon deutlich besser. Überprüft die Rezensionen auf Nachtlärm und Discobeschallung und schaut bei Maps, ob eure Wunschunterkünfte in der Nähe von Diskotheken liegen. Unser Hotel befand sich in der 20. Avenida Norte und wir hatten angenehm ruhige Nächte.
▸ Sicherheit
Ich persönlich habe keine negativen Erfahrungen in Playa del Carmen gemacht und mich nie unsicher gefühlt. Vor Ort habe ich allerdings auch andere Geschichten gehört. Da Playa del Carmen eine sehr touristische Ecke mit einem bunten Nachtleben ist, empfehle ich euch, auf einige Dinge zu achten, damit ihr eine schöne und unbeschwerte Zeit hier habt:
- Schaut bei Unterkünften darauf, dass gewisse Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Ich habe von einer Reihe von AirBnb-Unterkünften gelesen, in die eingebrochen wurde und Laptops und Geld gestohlen wurden. AirBnB-Unterkünfte sollten am besten nicht schon von außen durch ein Schlüsselkästchen als solche erkennbar sein. Bei Hotels ist eine 24-Stunden-Besetzung empfehlenswert.
- Nachts solltet ihr unbedingt ein Taxi rufen, auch wenn die Entfernung zu eurer Unterkunft nur kurz scheint. Taxis sind relativ teuer (für eine Fahrt im Stadtzentrum werden 200 Pesos/10,39 Euro aufgerufen), Uber fährt hier jedoch nicht.
- Lasst eure Getränke in Bars und Diskotheken zu keinem Zeitpunkt unbeobachtet, da gerne auch mal K.O.-Tropfen verabreicht werden.
- Passt auf eure Handys auf, wenn ihr unterwegs seid, damit sie euch nicht aus der Hand gerissen werden.
- Playa del Carmens Tankstellen sind berüchtigt für Touristen-Scams. Bekannte Tricks sind, dass Geldscheine vertauscht werden oder zu wenig getankt wird. Wenn ihr also mit dem Mietwagen unterwegs seid, ist hier große Vorsicht geboten. Die bekanntesten Betrugsmaschen bei Mietwagen an der Riviera Maya habe ich in einem separaten Beitrag zusammengefasst.
▸ Einkäufe
Zentral gelegen sind Walmart und Soríana, wo man sich mit allem Möglichem eindecken kann. Gerade bei längeren Aufenthalten in einer Ferienwohnung ist das wirklich klasse, da sich die großen Supermärkte sonst oft außerhalb des Zentrums befinden. In den kleineren bekommt man außer Getränken und 1000 Variationen von Chips nicht viel.
Fazit: Lohnt sich Playa del Carmen?
2019 war ich regelrecht geschockt, weil ich das süße Playa del Carmen von früher einfach nicht mehr wiedererkannt habe. Wenn man die Erinnerung an früher aber mal beiseite lässt und die Stadt mit Tulum und Cancún vergleicht, schneidet sie für mich immer noch am besten ab. Dadurch, dass meine Erwartungshaltung beim letzten Besuch so niedrig war, habe ich mich viel mehr über positive Kleinigkeiten freuen können wie das schöne Café morgens zum Tagesstart, die leckeren Straßentacos, den Sonnenuntergang am Strand mit einem kalten Bier ohne Berge von Braunalgen oder die fluffigen Muffins aus der deutschen Bäckerei.
Playa del Carmen bietet auch einen guten Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung. Darüber hinaus gefällt mir hier die Stimmung am besten. Die Hipsterszene in Tulum ist nicht mein Ding und Cancún wirkt zu künstlich. Mein persönliches Fazit lautet also: Ja, Playa del Carmen lohnt sich für drei bis vier Tage (entsprechend mehr bei Tagesausflügen), länger muss man hier allerdings nicht sein.
Hier findet ihr übrigens den kompletten Reisebericht unserer vierwöchigen Rundreise in Yucatán und Jalisco (2023).