Mexiko-Reise – Hilfreiche Tipps und Informationen zur Vorbereitung

Wenn ihr eine Mexiko-Reise plant, bekommt ihr hier praktische Tipps und aktuelle Informationen, die euch bei der Vorbereitung helfen. Dabei geht es vor allem um Infos zur Planung einer geeigneten Reiseroute, zum Transport innerhalb Mexikos, zu Sicherheitsfragen, aber auch um mexikanische SIM-Karten, Babynahrung, Moskitos oder Braunalgen.
Mexiko ist ein wunderbares Reiseziel, das leicht zu bereisen ist. Gerade mit Kleinkindern kann es eine tolle Erfahrung sein, da Mexikaner sehr kinderlieb und herzlich sind. Grundsätzlich bin ich ja ein Fan davon, nicht alles im Vorfeld zu Tode zu planen, aber mit ein wenig Vorbereitung könnt ihr zum Beispiel Seegrasberge vermeiden oder eure Reiseroute bzw. eure Transportmittel auf die entsprechende Sicherheitslage vor Ort abstimmen.
Reiseroute festlegen
Mexiko ist riesengroß und bietet viele, abwechslungsreiche Reisemöglichkeiten. Daher muss man im Vorfeld genau überlegen, was man sehen möchte und wie das in der zur Verfügung stehenden Zeit umsetzbar ist.
Für den Einstieg bietet sich eine Rundreise in Yucatán mit Start in Cancún an. Cancún wird von vielen Fluggesellschaften zu relativ günstigen Preisen angesteuert. Von dort aus kann man sich bequem mit dem Bus oder Mietwagen zu den nächsten Zielen fortbewegen. Yucatán ist insofern empfehlenswert, weil die touristische Infrastruktur sehr gut ausgebaut ist und man sich die Zeit sehr abwechslungsreich gestalten kann. Je nachdem, worauf man Lust hat, kann man wunderbar am Strand relaxen, schnorcheln oder tauchen gehen, in Cenotes baden, Ruinenanlagen oder Naturparks besuchen oder durch Städte mit Kolonialcharme schlendern.
Unterkünfte und Restaurants gibt es in allen Preisklassen, so dass man auch sehr budgetfreundlich reisen kann. Nach oben ist wie immer alles offen.
Außerhalb Yucatáns gibt es eine ganze Reihe weiterer toller Reiseziele, die einen Besuch lohnen. Wer beispielsweise karibischen Strand mit einem Abstecher ins Landesinnere verbinden möchte, nimmt am besten von Cancún aus einen Inlandsflug und kann so noch einige Tage zum Beispiel in Mexiko-Stadt, Oaxaca, Querétaro oder Guadalajara verbringen.
Von Yucatán aus kann man auch den Bundesstaat Chiapas gut erreichen, in dem sich die Ruinenstätte von Palenque und der urige Ort San Cristobal de las Casas befinden. Diese Orte lassen sich zudem wunderbar mit einer Rundreise durch Belize und Guatemala verbinden.
Braunalgenplage an der karibischen Küste
Golftange (auch genannt Sargassum), eine Braunalgenart, sind in den letzten Jahren leider immer mehr zu einem Thema geworden. Zuletzt war ich 2019 in Yucatán, als ich die Braunalgen noch nicht als störend empfunden habe. Aber diesmal, Februar/März 2023, war alles anders. Die Menge des bereits angeschwemmten Seegrases war atemberaubend und hat alle Rekorde gebrochen. Das Meer ist an den betroffenen Stellen nicht mehr blau, sondern braun. An Schwimmen ist nicht zu denken. An den Stränden türmt sich das Zeug teilweise meterhoch und stinkt intensiv.


Die Schwefelausdünstungen sollen auch Kopfschmerzen und Übelkeit verursachen. Ende Januar ist es bereits losgegangen und damit zwei Monate früher als üblich. Gewöhnlich startet die Braunalgenplage ab Ende März und hat ihren Höhepunkt im Juni oder Juli.
Ursachen der Seegrasverbreitung ungeklärt
Die Ursachen hierfür sind noch nicht abschließend geklärt. Die Vermutungen reichen von erhöhten Wassertemperaturen über verstärkte Abholzungen im Regenwald bis hin zu Einleitungen in Flüsse, die zu einem Anstieg des Nährstoffgehalts des Wassers führen. Auch ein Wetterphänomen aus 2009/2010 wird untersucht, wonach die eigentlich in der Nähe Floridas vorkommenden Braunalgen durch veränderte Winde verbreitet wurden, sich durch günstigere warme Bedingungen explosionsartig vermehrten und durch entsprechende Strömungen an die karibische Küste angespült werden.
Wie kann man Seegrasberge im Urlaub vermeiden?
Hoffnungsvolle Ansätze zur Verwertung der Braunalgen werden bereits erforscht, so dass zukünftig ökonomische Anreize geschaffen werden können, die Algen großflächig zu entfernen. Dies ist zurzeit mit enormen Kosten verbunden. Aufgrund der schieren Mengen macht es anders auch keinen Sinn, denn es gleicht einer Sisyphos-Arbeit, die Algen per Schubkarre vom Strand entfernen zu wollen (so gesehen am Strand bei den Ruinen von Tulum, wo etwa 20 Personen mit der Hand Algen geschippt haben und ein Ende nicht absehbar war).
Wer sich den Badespaß nicht durch Braunalgen verderben lassen will, sollte – sofern machbar – seine Reisezeit anpassen und möglichst frühzeitig anreisen, wenn die Braunalgensaison noch nicht gestartet hat.
Dank der Strömungsverhältnisse sind auch die vorgelagerten Inseln deutlich weniger betroffen. Auf Isla Mujeres gab es am Nordstrand zwar auch ein wenig Algen. Das war aber in keiner Weise vergleichbar mit den Bergen, die wir teilweise am Festland gesehen haben.
In der Hotelzone in Cancún hat man übrigens immer noch karibische Postkartenstrände. Das liegt daran, dass die großen Hotels Barrieren im Meer auslegen lassen, so dass sowohl Meer als auch Strand sauber bleiben. Das können sich jedoch nur die größeren Hotels wegen der hohen Kosten leisten. Umgekehrt bedeutet das, je kleiner die Hotels, desto größer die Chancen auf braune Strände. Die größten Berge haben wir in Tulum und Puerto Morelos gesehen. Für Playa del Carmen habe ich bereits das Schlimmste befürchtet, aber wir hatten Glück, dass an unserem Ankunftstag der Strand im Zentrum gereinigt wurde. Das Zeug wurde lasterweise dort abtransportiert. Gerade bei Tulum, wo man für die Hotelzimmer am Strand sehr tief in die Tasche greifen muss, würde ich unbedingt vor Buchung abklären, wie die Situation an den Stränden ist, damit man hinterher nicht frustriert ist.
Ist Reisen nach Mexiko sicher?
Sicherheit ist ein Thema, das für Reisen nach Mexiko von großer Relevanz ist und mit dem man sich im Vorfeld auseinandersetzen sollte. Nachdem meine Reiseroute (gedanklich) feststand, habe ich die Situation für die einzelnen Orte recherchiert.
Wo kann ich mich zur aktuellen Gefahrenlage informieren?
Blogs, in denen berichtet wird, dass alles gut verlaufen ist, sind schon mal ein Anhaltspunkt, aber nur, weil punktuell nichts passiert ist, bedeutet das im Umkehrschluss natürlich nicht, dass die Situation vor Ort unproblematisch ist. Hilfreich können auch aktuelle Diskussionen zur Sicherheit bei Tripadvisor sein. Hier lohnt es sich, vor allem einen Blick auf die amerikanische Seite zu werfen. Da weitaus mehr Amerikaner in Mexiko als Touristen unterwegs sind, könnte man dort gegebenenfalls eher fündig werden. Wenn man spanisch spricht, kann man auch lokale Online-Zeitungen durchforsten.
Zu guter Letzt sei noch auf das Auswärtige Amt hingewiesen. Die dortigen Ausführungen können einen guten Anhaltspunkt für aktuelle Gefahrenlagen liefern, man sollte sich von den teils drastischen Schilderungen, die Worst-Case-Szenarien abbilden, aber nicht abschrecken lassen. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, weitere Quellen zu suchen und dann abzuwägen.
Hinsichtlich der Riviera Maya wird immer wieder die Gefährlichkeit der Bandenkriege angeführt und dann auf die Schießerei Ende 2021 in Tulum verwiesen, bei der zwei Touristinnen starben. Das ist natürlich tragisch gewesen, keine Frage, aber an der Tagesordnung ist dies nicht. Es kann hier durchaus passieren, dass man zur falschen Zeit am falschen Ort ist. Aber man kommt ja auch nicht auf die Idee zu sagen, dass Zugfahren in Deutschland zu gefährlich sei, weil es dort Axt- bzw. Messerattacken gab.
Aktuelle Tipps zur Sicherheit
Aufpassen sollte man generell beim Taxifahren. Während es in Mexiko-Stadt ein absolutes No-go ist, sich auf der Straße ein Taxi zu rufen, weil die Gefahr einfach zu groß ist, in ein Fake-Taxi zu steigen und Opfer einer Express-Entführung zu werden, ist es in anderen Orten nicht ganz so dramatisch. Dennoch würde ich es nach Möglichkeit immer vermeiden, egal wo, ein Taxi auf der Straße heranzuwinken. Auch sollte man darauf achten, immer in ein registriertes Taxi zu steigen. Am sichersten scheint mir Uber zu sein. Dort sind alle Fahrer registriert und die Routen werden nachverfolgt. In Guadalajara und Querétaro habe ich mich ausschließlich mit Uber fortbewegt und keine negativen Erfahrungen gemacht. An den Orten der Riviera Maya gab es leider kein Uber oder es war keines verfügbar.
Ein weiteres Problem sind Handyüberfälle. Sehr beliebt scheint es zu sein, dass einem das Handy von einem Motorradfahrer aus der Hand gerissen wird, sobald man am fotografieren ist, telefoniert oder es einfach in der Hand herumträgt. Man sollte also das Handy nach Möglichkeit sicher verstauen und bei Benutzung darauf achten, was sich in der Umgebung abspielt. Wenn man zum Beispiel in einem Park mit breiten Wegen herumschlendert und ein Motorradfahrer auftaucht, der dort eigentlich nichts zu suchen hat, sollten die Alarmglocken klingeln.
Dasselbe gilt, wenn man als offenkundiger Ausländer angesprochen und zum Beispiel nach dem Weg gefragt wird oder einem etwas übergeschüttet wird und die andere Person nett versucht, es abzuwischen. Dann könnte man gerade Opfer eines Taschendiebstahls werden.
Auch sollte man es vermeiden, nachts allein und/oder in angetrunkenem Zustand unterwegs zu sein, da man dann leichte Beute ist.
Auf diese Dinge habe ich während des Urlaubs bewusst geachtet und es ist nichts passiert. Ich hatte auch zu keinem Zeitpunkt ein ungutes Gefühl oder mich irgendwie unsicher gefühlt, was in anderen Ländern (Uruguay, Belize und Spanien) durchaus schon vorgekommen ist.
Transport in Mexiko
Mexiko verfügt über eine ausgezeichnete Reiseinfrastruktur, so dass es viele Möglichkeiten gibt, von A nach B zu kommen. Gerade beim Startpunkt in größeren Städten bietet sich ein Mietwagen an, wenn man flexibel reisen möchte. Beim Start aus Cancún sollte man sich jedoch im Vorfeld über die gängigen Betrugsmaschen bei Mietwagen informieren, um nicht uninformiert Opfer eines Scams zu werden.
Längere Strecken können am besten mit einem Inlandsflug zurückgelegt werden. Die meisten inländischen Strecken werden entweder von der größten mexikanischen Fluggesellschaft Aeromexiko oder den Billigfluggesellschaften Volaris und Viva Aerobus abgedeckt. Mit Viva Aerobus habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht, sehr pünktliche Flüge und an Bord ein toller Service, gerade auch im Umgang mit meiner Tochter. Aeromexiko nimmt sich in puncto Pünktlichkeit oder Service nichts, daher sollte man einfach schauen, welche Verbindung am besten passt und/oder am günstigsten ist. Daneben kann ein Inlandsflug, sofern er eine längere (Nacht-) Busfahrt ersetzt, je nach Ziel auch deutlich sicherer sein.
Sofern die Distanzen nicht allzu groß sind, kann man bequem mit dem Bus reisen. Dabei kann man zwischen verschiedenen Klassen je nach Komfort und Preis wählen. Für kleinere Distanzen bis zu zwei Stunden kann man durchaus Busse der zweiten Klasse wählen. Ab dann wird jedoch – jedenfalls für mich – die Toilettenfrage entscheidend. Und Toiletten gibt es in der Regel nur in Bussen der ersten Klasse. Weiterer Vorteil ist natürlich, dass der Bus nicht bei jedem Winken irgendwo am Straßenrand, sondern nur an festen (wenigen) Stopps hält. Vorsicht geboten ist jedoch bei Nachtbusverbindungen. Da sollte man im Vorfeld genau recherchieren, ob die Situation für die Strecke problematisch ist (Überfallgefahr, schlecht ausgebaute Straßenverhältnisse) und ggf. in den Tag ausweichen. Berüchtigt für Überfälle ist die Hauptstraße zwischen Palenque und San Cristobal de las Casas. Aufgrund der vermehrten Anzahl der Überfälle auf dieser Strecke fährt ADO nun einen Umweg über Villahermosa und Tuxtla Gutiérrez.
Vor Ort kann man – sofern man nicht mit dem Mietwagen unterwegs ist – auf Taxis, Uber, Busse und Colectivos zurückgreifen.
Babybedarf während der Mexiko-Reise
Zum Thema Babybedarf war ich am unsichersten und habe versucht, möglichst viel im Vorfeld zu recherchieren, beispielsweise, ob es (zuckerfreie) Babybreie gibt oder welche Windelmarken erhältlich sind. An der Stelle kann man sich wirklich verrückt machen, wozu aber überhaupt kein Grund besteht. Vor Ort gibt es absolut alles. Vielleicht findet man nicht immer seine Lieblingsmarke, aber für die Dauer eines Urlaubs sollte das eigentlich kein Problem darstellen. Meine Tochter ist diesbezüglich auch sehr unkompliziert, sie reagiert nicht allergisch auf andere Windeln und trinkt auch problemlos Milch, die mit einem anderen Pulver zubereitet wurde.
In den großen Supermarktketten wie Chedraui oder Walmart gibt es eine riesige Auswahl an Windeln. Die Marken sagten mir alle nichts. Also habe ich einfach Kleen-Bebé ausprobiert. Damit sind wir gut klargekommen und für den Rest der Reise dabei geblieben. Die Marke Kleen-Bebé ist insofern vorteilhaft, weil es sie fast überall gibt. Wenn man ein paar Tage länger an einem Ort ist, kann man ruhig eine größere Packung mit 44 Stück kaufen. Andernfalls kann man in den kleinen OXXO-Supermärkten, die es gefühlt an jeder Ecke gibt, auch kleinere Einheiten von Kleen-Bebé mit nur 14 Stück kaufen und muss nicht so viele Windeln beim Reisen mit sich herumschleppen. Sehr praktisch. Die passende Größe der Windeln kann man anhand der farbigen Buchstaben, die für eine bestimmtes Gewicht stehen, ermitteln.
Bei Feuchttüchern hat mir die Marke Rascal & Friends am besten gefallen. Sensitiv und sehr stabil. Feuchttücher und Windeln kann man übrigens auch in Apotheken kaufen, falls kein Supermarkt greifbar sein sollte.


Babybreie gibt es auch fast überall, hauptsächlich von der Marke Gerber. Zwar nicht mit allzu viel Auswahl, aber immerhin ohne Zusatz von Zucker.


Bei Milchpulver gibt es deutlich mehr Auswahl bei den Herstellern. Dabei ist Nestlé am häufigsten vertreten. Alternative Marken sind Enfamil, Enfagrow, Similac oder Friso.
Neugierig war ich auch auf die Sonnencreme. Hier gibt es Nivea in allen Variationen, auch für Kinder. Wenn das Mückenschutzmittel ausgeht, kann man auf die Off-Produkte für Kinder zurückgreifen, die keinen Zusatz von Deet haben.
Ebenfalls entspannt sein kann man in puncto Reiseapotheke. Das Nötigste würde ich natürlich mitnehmen, aber alles andere kann man wunderbar vor Ort in den zahlreich vorhandenen Apotheken kaufen. Als meine Tochter sich erbrochen hat, haben wir Elektrolyte für Kinder und Probiotika besorgt. Nach etwa drei Tagen (zum Essen gab es Toast und Reis), war der Spuk wieder vorüber.

Schutz vor Moskitos
Da wir nicht in der Regenzeit unterwegs waren, hielt es sich mit den Moskitos einigermaßen im Rahmen. In Guadalajara habe ich keine Mücken wahrgenommen. Ohne uns einzuschmieren, haben wir eine Woche keinen einzigen Stich abbekommen. Ich habe aber auch versucht, möglichst vor Eintritt der Dämmerung wieder im Apartment zu sein. Letztes Jahr, als wir in Mexiko-Stadt, Querétaro und San Miguel de Allende waren, haben wir nur einige wenige Moskitos wahrgenommen.
An der Riviera Maya und in Veracruz sieht das ganz anders aus, obwohl ich es lange nicht so schlimm empfand wie in Südostasien. Hier sollte man sich schon ordentlich einnebeln, und zwar den ganzen Tag, da die Gefahr der Dengue-Übertragung besteht. Dies gilt insbesondere für Ausflüge in Dschungelgebiete, z. B. zu den Ruinen nach Palenque. Am schlimmsten war es auf der Isla Mujeres, am harmlosesten in Cancún.
Jedes Apartment und Hotel, das wir hatten, war mit Mückenschutzgittern ausgerüstet. Ein eigenes Moskitonetz mitzubringen lohnt sich daher nicht. Hilfreich ist es aber, etwas Tape dabei zu haben, um eventuelle Löcher zukleben zu können. Und falls sich doch mal eine Mücke ins Innere verirren sollte, hilft eine Fliegenklatsche. Die schleppe ich tatsächlich jedes Mal mit, und bislang kam sie immer erfolgreich zum Einsatz.
Das Mückenschutzmittel Off gibt es vor Ort in jedem Supermarkt in allen möglichen Varianten, man muss sich also nicht im Vorfeld bereits eindecken. Für mich selbst hatte ich noch Nobite mit 50 % Deet aus dem letzten Urlaub dabei. Das benutze ich allerdings nicht für Gesicht und Füße, da es verschiedene Materialien angreift (z. B. Brillenbügel oder Flip Flops). Auch sollte man sich mit eingesprühten Beinen nicht auf einen lasierten Stuhl setzen, da man ansonsten die Lasur an seinen Beinen kleben hat. Im Gesicht und an den Füßen habe ich Nobite Sensitive mit dem Wirkstoff Saltidin (oder Icaridin) benutzt. Wirkt leider nicht ganz so gut, daher muss man regelmäßig nachsprühen.
Für meine Tochter habe ich Ballistol verwendet. Das verwendete Repellent IR3535 (Ethylbutylacetylaminopropionat) ist biologisch abbaubar und unbedenklich für die empfindliche Kinderhaut. Offenbar wirkt es auch, denn sie hat von uns allen am wenigsten Stiche abbekommen. Sicherheitshalber hatte ich noch eine Flasche Doctan für Kinder mit dem Wirkstoff Icaridin (20 %) dabei, sie kam aber nicht zur Anwendung.

Neu ausprobiert habe ich Mückenschutzaufkleber mit Citronella-Duft, die ich auf dem Buggy angebracht habe. Ob es tatsächlich was genutzt hat, kann ich nicht sagen.
Für Stiche habe ich zur Reduktion des Juckreizes einen Stick in Labellogröße von Azaron ausprobiert, der mir in der Apotheke empfohlen wurde und ein Mückenstichöl. Zwischen beiden Produkten konnte ich keine großen Unterschiede ausmachen, also würde ich beim nächsten Mal in einer Moskitogegend nur noch den Stick mitnehmen, da er besser transportabel ist. Am allerbesten hilft es immer noch, direkt nach einem Stich – sofern man es mitbekommt – ein Feuerzeug mit der heißen Metallspitze an die betreffende Stelle zu drücken. Das sorgt dafür, dass die Eiweißketten, die durch den Stich in die Haut gelangt sind, zerstört werden und dadurch der Juckreiz schnell abnimmt.
Leitungswasser in Mexiko
Leitungswasser gilt es unbedingt zu vermeiden, wenn man nicht mit Erbrechen und Durchfall zu tun haben möchte. Selbst beim Zähneputzen sollte man auf gekauftes Wasser zurückgreifen. Weil dies so ist, verfügen die meisten Unterkünfte auch über große Kanister mit einem Volumen von fünf oder zehn Litern Wasser (agua purificada), bei denen man sich bequem Wasser abzapfen kann. Ansonsten heißt es eben schleppen.
Besondere Sorge hatte ich wegen meiner Tochter beim Duschen. Da sie gerne mit Wasser spielt, die Finger permanent im Mund hat und beim Duschen auch Wasser trinkt, habe ich sie nur ab Brusthöhe abwärts schnell geduscht, den Kopf mit Flaschenwasser gewaschen und anschließend die Hände nochmal separat gewaschen. Drei Wochen ist alles gut gegangen, so dass ich dachte, dass ich es vielleicht übertreibe und habe anschließend komplett mit der Brause abgeduscht. In der vierten Woche hat sie es dann tatsächlich erwischt: Sie musste sich drei Tage übergeben. Da wir alle dasselbe gegessen hatten, tippe ich auf das Wasser beim Duschen und kann nur empfehlen, dabei konstant auf Trinkwasser zurückzugreifen.
Wenn man nicht nur in Hotels wohnt, sondern auch in Ferienwohnungen, und sich auch mal etwas selbst zubereiten möchte, kann die Frage aufkommen, wie man Obst und Gemüse, das man nicht schälen kann, reinigt. Denn einerseits können dem Obst oder Gemüse Bakterien anhaften, die zu Magen-Darm-Infektionen führen können. Andererseits soll man das Leitungswasser aus demselben Grund vermeiden. Hier hilft ein spezielles Desinfektionsmittel aus dem Supermarkt, welches man dem Leitungswasser hinzugibt und damit dann sein Obst und Gemüse reinigt. Zum Geschirrspülen haben wir normales Leitungswasser benutzt und keine Probleme gehabt. Lediglich die Flaschen meiner Tochter habe ich mit Trinkwasser gereinigt.
Bezahlen mit Bargeld und Kreditkarte
Um möglichst wenig Gebühren für die Bargeldabhebung zahlen zu müssen, sollte man schon bei der Wahl der Kreditkarte darauf achten, kostenfrei weltweit Bargeld abheben zu können. Ich habe immer zwei Kreditkarten (comdirect und DKB) dabei, falls mit einer mal etwas sein sollte. Bei comdirect muss man mittlerweile die Visa-Debitkarte mitnehmen, um dreimal monatlich kostenlos Bargeld abheben zu können.

Allerdings habe ich keinen Automaten gefunden, der nicht seinerseits Gebühren für die Bargeldabhebung verlangt hätte. Die Spanne reichte von 30 Pesos bis 170 Pesos. Auch variieren die Gebühren von Ort zu Ort selbst bei denselben Instituten. Diese Gebühren bekommt man mittlerweile von keiner Heimatbank mehr erstattet.
Kreditkartenzahlung ist grundsätzlich unproblematischer möglich als in Deutschland, aber gerade in kleineren Geschäften oder beim Fahren mit Taxis oder bei Colectivos braucht man Bargeld, so dass man immer etwas dabei haben sollte.
Mexikanische SIM-Karte besorgen
Wenn man auch unterwegs über Netz verfügen möchte, weil man vielleicht die Route checken, Nachrichten versenden oder ein Uber bestellen möchte, ist es viel praktischer, unabhängig von WLAN zu sein. Daher kann ich es nur empfehlen, sich eine mexikanische SIM-Karte zuzulegen.
Das ging wirklich ruckzuck, die Karte wurde mir gleich ins Handy eingesetzt und der Tarif aktiviert. Es besteht also absolut kein Bedarf, sich bereits im Vorfeld eine SIM-Karte z.B. bei Amazon zu bestellen und sich dann womöglich mit der Einrichtung herumzuquälen.
Von den drei großen Anbietern Telcel, Movistar und AT&T soll Telcel über das beste Netz verfügen, also bin ich in Cancún in einen Telcel-Shop gegangen und habe neben der SIM-Karte (80 Pesos, 4,34 Euro) einen Datentarif mit 6 GB bei einer Gültigkeit von 30 Tagen (500 Pesos, 27,15 Euro) erstanden.
Steckdosenadapter und Stromspannung in Mexiko
In Mexiko werden Stecker des Typs A verwendet, man braucht also einen Adapter mit zweipoligen Flachsteckern.

Auch die Stromspannung weicht von unserer ab und beträgt wie in den USA 110 Volt bei einer Netzfrequenz von 60 Hertz (in Deutschland 220-230 Volt bei einer Netzfrequenz von 50 Hertz). Für die meisten Ladegeräte stellt das aber kein Problem dar, da sie mit 100 Volt bis 250 Volt funktionieren. Auf den Steckern kann man auch immer die kompatiblen Werte nachprüfen. Auf meinem Ladestecker steht „100-240 Volt, 50-60 Hz“, also kein Problem.