8 schöne Rituale für mehr Genuss und Wohlbefinden

Wer wünscht sich das nicht – Ausgeglichenheit, Zufriedenheit mit sich und dem Leben und mehr Momente des Genießens. Hier erfahrt ihr, wie ihr die Kraft schöner Rituale für euer Wohlbefinden nutzen könnt.
Ein hektischer Alltag, vollgepackte Terminkalender und die ständige Erreichbarkeit können schnell dazu führen, dass wir uns selbst vergessen. Oft fühlen wir uns gefangen in einem Strudel aus Verpflichtungen und Stress. Nachts kann es vorkommen, dass wir nicht in den Schlaf finden, weil uns die Gedanken des Tages verfolgen. Am nächsten Tag sind wir dann für nichts mehr zu gebrauchen.
Tagein, tagaus leben wir eine Routine, in der wir oftmals unsere eigenen Bedürfnisse hintenanstellen und in dem wir die Momente des Tages nicht bewusst erleben. Wir essen und trinken zwar, aber nehmen uns oft nicht die Zeit, es richtig zu genießen. Wir beschäftigen uns mit irgendwas, sind in Gedanken aber bei etwas völlig Anderem. Ich glaube mittlerweile auch, dass das der Grund ist, dass man ab einem gewissen Alter das Gefühl hat, dass einem die Zeit quasi davonrast. Als junger Mensch beschäftigt man sich weder intensiv mit der Vergangenheit noch mit der Zukunft, sondern steckt meist vollkommen im Hier und Jetzt.
Viele von uns sehen sich nach einem Ausgleich, nach Momenten der Ruhe und der inneren Balance. Die gute Nachricht ist, dass wir tatsächlich die Möglichkeit haben, unsere Tage bewusster zu gestalten und wohltuende Gewohnheiten zu etablieren.
Schöne Rituale in den Alltag einbinden
In diesem Beitrag geht es um die kraftvolle Wirkung schöner Rituale und wie wir sie in unseren Alltag integrieren können. Denn die Schaffung kleiner Momente der Selbstfürsorge kann uns dabei unterstützen, Stress abzubauen, unseren Geist zu beruhigen und unsere Lebensfreude zu steigern. Ganz gleich, wie hektisch unser Alltag auch sein mag: Die bewusste Schaffung von Momenten der Achtsamkeit und Harmonie kann uns zu einem erfüllten Leben verhelfen.
1. Startet mit einem Lächeln und positiven Gedanken in den Tag
Oft markiert das Klingeln des Weckers den Tagesstart. Dann beginnen die hektischen Routinen, um es möglichst schnell aus dem Haus zu schaffen. Duschen, anziehen, schnell noch einen Kaffee, wenn die Zeit nicht mehr reicht, auch gerne im Becher zum Mitnehmen. Wenn man kleine Kinder hat, wollen die ebenfalls aus dem Bett befördert, angezogen, mit Essen versorgt und in den Kindergarten oder in die Schule gebracht werden
Versucht einmal, den Wecker etwas früher zu stellen, damit ihr die ersten paar Minuten des Tages nur für euch habt. Stellt euch dann vor, wofür ihr dankbar seid. Vielleicht ist man stolz auf sein Kind oder man freut sich über das Ende einer Erkältung, über den erfolgreichen Abschluss eines beruflichen Projekts oder ist dankbar für einen schönen Ausflug. Egal, wie klein oder groß die Punkte sind, konzentriert euch auf bis zu drei Sachen, für die ihr dankbar seid und schreibt sie auf. Das Gefühl der Dankbarkeit sorgt für eine bejahende Grundstimmung. Man freut sich über das, was man hat und fokussiert sich nicht darauf, was einem fehlt.
Währenddessen ihr Euch darüber Gedanken macht, was euch mit Dankbarkeit erfüllt, wird euch wahrscheinlich automatisch ein Lächeln übers Gesicht huschen. Lächelt aber auch ganz bewusst. Denn jedes Lächeln führt dazu, dass die Hormone Dopamin, Endorphin und Serotonin ausgeschüttet werden und damit positive Energie fließt.
Falls noch Zeit bleibt und ihr keine Schreibmuffel seid, könnt ihr ein Journal mit den Gedanken befüllen, die euch umtreiben. Diesen Tipp habe ich aus dem Buch “Der Weg des Künstlers” von Julia Cameron. Dies soll helfen, Gedanken, die in unserem Kopf umherschwirren, zu sortieren. Wenn sie auf Papier sind, sind sie erledigt und der Kopf wird frei für Kreatives. Es macht Sinn, das Schreiben auch tatsächlich am Anfang des Tages durchzuführen, um die befreiende Wirkung am Tag für sich nutzen zu können. Romane braucht ihr dabei nicht zu verfassen. Ein guter Anhaltspunkt sind zwei bis drei Seiten.
Bei mir hängt es immer ein wenig davon ab, wie lange meine Tochter schläft. Wenn ich es bis 12:00 Uhr nicht geschafft habe, versuche ich es am nächsten Tag wieder. Ein weiterer Tipp: Falls ihr das ausprobieren wollt, gönnt euch einen schönen Hefter, schreibt mit eurem Lieblingsstift und platziert alles direkt auf dem Nachttischschränkchen. Wenn Sachen schön sind, haben wir einfach mehr Freude daran, sie zu nutzen. Die Chance, daraus eine Gewohnheit werden zu lassen, ist dann viel, viel größer.
2. Das erste Getränk des Tages
Wenn ihr aufgestanden seid, könntet ihr versuchen, statt Kaffee (oder alternativ Tee) ein Glas warmes Wasser zu trinken. Das ist zugegebenermaßen kein Geschmackserlebnis, hilft aber, die Dehydrierung der Nacht auszugleichen und Toxine wegzuschwemmen. Zudem kurbelt die warme Temperatur den Stoffwechsel an. Wer das gar nicht runterbekommt, kann einen Löffel Zitronen- oder Limettensaft hinzufügen.
In der chinesischen Medizin gibt es übrigens die Empfehlung, warmes Wasser mit einem Löffel Honig und Limettensaft direkt nach dem Aufstehen und kurz nach den Mahlzeiten zu sich nehmen. Dies soll gegen Übergewicht helfen, da warmes Wasser Fette einfacher aus der Nahrung löst, die damit besser verdaut werden können. Und schöner Nebeneffekt: Es schmeckt auch viel besser als warmes Wasser!
Währenddessen könnt ihr Wasser für Euren Kaffee oder Tee erhitzen. Auch wenn es morgens immer knapp ist, nehmt euch etwas Zeit für euren Start in den Tag. Ein paar Minuten reichen schon aus. Nehmt einen schönen Becher oder eine schöne Tasse und gönnt euch eine leckere Sorte Kaffee oder Tee. Genießt einfach Euer Getränk. Wenn man sich etwas Mühe mit der Auswahl und der Zubereitung gegeben hat, schmeckt es einfach besser.
Zu meinen “schlimmsten” Zeiten habe ich den Wecker ungefähr dreimal klingeln lassen und bin erst irgendwann, wenn ich es nicht länger hinausschieben konnte, aufgestanden. Anschließend habe ich mir löslichen Kaffee mit Milch verabreicht, nur, weil das besonders schnell ging. Mit Genuss hat das natürlich überhaupt nichts zu tun. So startet man schon gestresst in den Tag, bevor er überhaupt richtig begonnen hat.
3. Kleine Auszeit am Nachmittag
Um beim Heißgetränk der Wahl zu bleiben: Schafft Euch am Nachmittag eine kleine Ruheoase, die ihr mit Kaffee oder Tee verbringen könnt. Ich erinnere mich an Bürozeiten, in denen ein paar Kollegen nachmittags gegen 15:00 Uhr immer zu einem Kaffee zusammenkamen. Dafür haben wir aber nicht den ordinären Bürokaffee getrunken, sondern extra Kaffee bestellt. Jeder war mal dran, Kaffee zu ordern, und mit der Zeit hatten wir unsere Lieblingssorten raus, kräftigere als auch mildere. Da ich nachmittags lieber einen milderen Kaffee mochte, habe ich einen Becher mit der Aufschrift “Das Mädchen” bekommen. Den Becher habe ich immer noch und erinnere mich gerne an diese Runden zurück, auf die sich seinerzeit wirklich jeder, der daran teilnahm, freute.
4. Bewegung an der frischen Luft
Klingt profan, hilft aber ungemein. Es muss auch gar nicht lange sein. Schon eine kleine Runde von 15 Minuten sorgt bereits für eine ordentliche Sauerstoffdurchflutung unseres Körpers. Kopfschmerzen verschwinden, Gedanken können sich sortieren, die Konzentration steigt und man fühlt sich einfach lebendiger.
5. Schöne Düfte verwenden
Umgebt euch mit schönen Düften. Düfte können eine sehr stimulierende Wirkung entfalten. Dies solltet ihr euch zunutze machen, indem ihr euer Lieblingsparfum auch zu Hause auftragt, euch einen schönen Raumduft aussucht, ein tolles Pflegeprodukt oder eine Seife verwendet, die einen angenehmen Duft ausstrahlen.
6. Negative Tage positiv besetzen
Der Klassiker des negativ besetzten Tages ist der Montag, in dem – zumindest als Angestellter – die Arbeitswoche wieder startet. Nach zwei schönen arbeitsfreien Tagen heißt es für viele “Willkommen zurück im Hamsterrad” und noch fünf lange Tage bis zum nächsten Wochenende.
Das Montagssyndrom hatte ich bereits in der Schule und später während meines Angestelltendaseins. Als ich mal wieder im Jammermodus war, sagte ein Kollege tatsächlich mal zu mir, dass er sich immer auf den Montag freue. Als ich mich gerade fragte, was denn da nicht stimme, erklärte er mir, dass montags sein Saunatag sei. Den hatte er sich bewusst auf den Montag gelegt und freut sich seither auf den Wochenstart.
Ob es nun das Montagssyndrom oder irgendein anderer Tag ist, vor dem es euch graut, versucht einfach, ein schönes Erlebnis auf genau diesen Tag zu legen, damit das Negativerlebnis im Hintergrund verblasst.
7. Positive Affirmationen
Die Art, wie wir denken, bestimmt maßgeblich unsere Emotionen und letztlich unser Verhalten. Negative Gedanken führen dazu, dass wir uns schlecht und unzufrieden fühlen. Wenn beispielsweise der nervende Kritiker in uns selbst uns permanent sagt, dass wir eine Aufgabe nicht schaffen, weil wir dazu nicht geeignet sind, ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich groß, dass wir sie tatsächlich nicht schaffen werden. Eine selbsterfüllende Prophezeiung.
Positive Affirmationen können helfen, den Negativkreislauf zu durchbrechen, indem wir uns quasi umprogrammieren. Klingt im ersten Augenblick ein wenig esoterisch, aber wie man an den Auswirkungen negativen Denkens sieht, kann man die Kraft positiven Denkens kaum unterschätzen. Das gelingt natürlich nicht binnen weniger Tage und Wochen. Mit der Zeit kann man aber die Auswirkungen auf das Verhalten deutlich spüren.
Sucht Euch positive Affirmationen, die zu Eurer Lebenssituation passen und die euch Motivation, Inspiration und ein gutes Feeling verleihen. Schreibt sie in euer Journal, auf den Kühlschrank oder auf eine Karte, so dass ihr während des Tages mehrfach Eure Affirmation seht und verinnerlichen könnt.
8. Bewusst etwas Schönes für seine Liebsten tun
In der Alltagshektik geht es oft unter, dass wir uns bewusst Zeit nehmen, um beispielsweise unserem Partner etwas Liebevolles zu sagen oder ihn mit irgendetwas Schönem zu überraschen. Aber ihm einfach einmal eine schöne Karte mitbringen mit seiner Lieblingsschokolade oder einen schönen Ausflug vorzubereiten, kann uns immer wieder einander nahebringen.
Das Tolle dabei ist: Dabei tun wir nicht nur für unseren Partner etwas Gutes, sondern auch für uns selbst, denn wenn wir unserem Partner Liebe und Aufmerksamkeit schenken, bringen wir ihn zum Strahlen, was wiederum uns selbst glücklich werden lässt.
Fazit: Seid gut zu Euch selbst!
Bei allen vorgenannten Anregungen, neue schöne Rituale in unseren Alltag einzubinden, geht es im Kern darum, gut zu uns selbst zu sein. Wenn wir uns mit Selbstachtung und Liebe begegnen und uns die Zeit nehmen, uns zu verwöhnen, sind wir nicht nur gelassener und zufriedener, sondern gewinnen auch enorm an Ausstrahlung, was wiederum sehr positiv auf unsere Umgebung abfärbt.
Wichtig ist immer, es muss Spaß machen und sollte leicht in den Tagesablauf integrierbar sein. Wenn ich etwa aufwache und an etwas denke, für das ich Dankbarkeit empfinde, geht das ganz schnell und übt trotzdem eine tolle Wirkung auf mich aus. Wenn ich nun aber ein absoluter Schreibmuffel wäre, wäre ein Journal nichts für mich. So muss jeder einfach ausprobieren, was für ihn passen könnte und was zu einer positiven Veränderung führt.